Unsere beiden Schulhunde „Nala“ und „Teddy“

Hallo liebe Schüler, Eltern und Interessierte,

wir möchten uns kurz vorstellen: Wir sind „Nala“ und „Teddy“ die beiden Schulhunde der Erich Kästner-Schule.

Steckbrief

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Name:                         Nala

Geburtstag:                06.01.2020

Rasse:                        Bernersennen-Bordercollie-Mischling

Geschlecht:               weiblich

Farbe:                         schwarz-weiß

Augenfarbe:               braun

 

Kurzbeschreibung: aufgeweckt, verspielt, schlau, manchmal noch

                                  ungestüm, liebt alle Menschen, v.a. Kinder

 

 Steckbrief

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Name:                         Teddy

Geburtstag:                24.06.2020

Rasse:                        Labrador-Bordercollie-Mischling

Geschlecht:               männlich

Farbe:                         schwarz, etwas weiß am Latz

Augenfarbe:               braun

 

Kurzbeschreibung: aufgeweckt, verspielt, schlau, für Futter macht er

fast alles, neugierig auf alle Menschen, manchmal etwas zurückhaltend

 

 

Jetzt fragt ihr euch sicher, was genau ist ein professionell ausgebildeter Schulhund und was macht er?

Schulhunde werden dazu ausgebildet, den Unterrichtsalltag mit den Schülerinnen und Schülern in einer Schule zu verbringen und zu begleiten. Uns macht das großen Spaß.

Wir sind im Moment etwa 1- bis 2-mal  in der Woche mit unseren Frauchen in der Schule. Da ist immer viel los! Alle begrüßen uns freudig, streicheln und knuddeln uns. Außerdem unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler beim Lernen im Unterricht. Zum Beispiel übernehmen wir das Würfeln, drehen mit der Pfote an einem Glücksrad, öffnen Boxen, ziehen Karten und Buchstaben oder bringen Gegenstände. Diese Tätigkeiten werden in den Unterrichtsalltag eingebunden und manchmal geben uns die Kinder sogar selbst die Signale dafür. Das Beste: wir bekommen dafür natürlich immer ein Leckerli!

Die Lernenden respektieren uns und wir respektieren sie. So können wir prima zusammenarbeiten. Sie lernen auch, wann wir mal genug haben. Dann ziehen wir uns auf unseren Ruheplatz zurück und dösen. Die Kinder lassen uns dort in Ruhe – denn das ist eine Regel. Regeln sind für uns besonders wichtig und werden schon aufgestellt, bevor die Klasse uns kennenlernt, damit alle wissen, was wir mögen und was nicht.

Wir gehen gerne mit in die EKS. Da gibt es immer etwas zu erleben.

Und wir freuen uns, die Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützen zu dürfen.

Ich hoffe, dass wir euch einiges über uns erzählen konnten.

Bis bald in der EKS

Eure Schulhunde Nala und Teddy

Ein Tag mit Nala in der Schule

So sieht ein typischer Schultag für Nala in der Klasse 2SR aus: Das Kind, das in dieser Woche „Nala-Dienst“ hat, stellt eine Schüssel Wasser für Nala hin, legt die Ruhedecke an ihren Platz und breitet den „Arbeitsteppich“ in der Klasse aus. Im Klassenzimmer folgt dann eine Begrüßungsrunde. Jedes Kind darf Nala, wenn es sich es zutraut ein Leckerli aus der Hand oder mit etwas Distanz über einen Löffel geben. Nala geht dabei von einem zum anderen und holt sich ihr Leckerli ab. Manchmal geben ihr die Schülerinnen und Schüler hier schon Kommandos und sie zeigt einige ihrer Tricks (Pfötchen geben, schlafen legen, auf Kommando bellen.....)

Im Unterricht unterstützt Nala die Klasse später beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Dazu wird sie aktiv in die Durchführung bestimmter Tätigkeiten eingebunden. Im Deutschunterricht kann Nala beispielsweise würfeln und es muss ein Wort mit einer entsprechenden Silbenanzahl gefunden werden. Nala kann Buchstaben aus einer Kiste ziehen und die Klasse nennt Wörter mit diesem Anfangsbuchstaben oder schreibt sie auf. Im Matheunterricht dreht Nala z.B. ein Glücksrad mit Aufgaben oder sie ist selbst Thema bei Sachrechenaufgaben.

Nala darf sich auch immer wieder eine Auszeit nehmen und sich auf ihre Decke hinter dem Lehrerpult zurückziehen. Alle Schulhundetage enden mit dem Verteilen eines Leckerlis an Nala. Die Kinder sind unheimlich motiviert, mit Nala zu arbeiten und freuen sich immer sehr auf die Schulhundetage und erkundigen sich auch zwischendurch immer wieder nach ihr.

Hundegestützte Pädagogik

Der Einsatz von Schulhunden entspringt dem Bereich der hundegestützten Pädagogik und beschreibt den „systematischen Einsatz von (ausgebildeten) Hunden in der Schule zur Verbesserung der Lernatmosphäre und individuellen Leistungsfähigkeit sowie des Sozialverhaltens der Schüler“ (Beetz: 2013). Sie wird von einer Fachkraft mit einer pädagogischen Ausbildung und entsprechendem Fachwissen über Hunde durchgeführt. Die Intervention ist auf ein pädagogisches Ziel ausgerichtet, welches Bildung und/ oder Erziehung betrifft.

Unsere Schulhunde werden speziell für den Einsatz in der Schule ausgebildet und besuchen den Unterricht ausschließlich im Team mit ihren Besitzerinnen Sandra Schöttler und Jana Torazza.

Die Begleitung durch die beiden wirkt sich sehr positiv auf die Lernatmosphäre aus.

Der Lernort Schule wird in Verbindung mit den Hunden zu einem handlungsorientierten Ort, der emotional positives und lebendiges Erfahrungslernen ermöglicht. Die Anwesenheit von Nala und Teddy führt zu einem interaktiven und respektvollem Lernklima, denn die Arbeit mit einem wertgeschätzten Begleiter bedingt das Einhalten von Regeln, das von allen Schülern geachtet wird.

Studien konnten nachweislich feststellen, dass die Anwesenheit eines Schulhundes einen positiven Effekt auf folgende Faktoren und Entwicklungsbereiche hat:

  • Steigerung der Empathie gegenüber Tieren
  • Steigerung des Selbstwertgefühls und des Verantwortungsbewusstseins
  • Förderung der Kommunikation
  • Förderung der Motorik und Wahrnehmung
  • Umgang mit Aggressionen, Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit
  • verbesserte Integration in den Klassenverband
  • Verbesserung des Klassenklimas
  • Gesteigerte Aufmerksamkeit gegenüber der Lehrkraft
  • Steigerung der Lernfreude
  • Verbesserung der Einstellung gegenüber der Schule, weniger Schulunlust
  • Gesteigerte Konzentration und Motivation

Neben all den positiven Auswirkungen gibt es auch Grenzen. Nicht jede Schülerin oder jeder Schüler lässt sich auf den Hund ein. Der Hund wirkt nicht auf alle Kinder gleich. Die Begegnungen mit den Schulhunden sind als Angebot zu verstehen, bei dem die Schülerinnen und Schüler selbst die Intensität des Kontaktes bestimmen.

Nala und Teddy werden artgerecht versorgt. Sie werden weiterhin regelmäßig geimpft und entwurmt (siehe Protokoll). Kopien der Impfausweise, sowie die Entwurmungsprotokolle werden im Schulhund-Ordner abgeheftet. Ektoparasiten (Flöhe, Zecken, Milben, Läuse) werden zeitnah entfernt, so sie denn überhaupt auftreten.